Hände weg von nichtehelichen Lebensgemeinschaften!

ISUV-Bundesvorsitzender Michael Salchow stellt dazu fest: "Wir wenden uns gegen jegliche Reglementierung der nichtehelichen Lebensgemeinschaften. Es ist doch gerade ein Interesse der Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, der "fatalen" Normierung des Familienrechts zu entgehen, eigenverantwortlich zu leben und sich eigenverantwortlich zu trennen. Wer also den Bund auf Treu und Glauben rechtlich reglementieren will, höhlt ihn aus. Ist dies etwa beabsichtigt?"
Der Verband setzt sich grundsätzlich für mehr Eigenverantwortlichkeit im Familienrecht ein, insbesondere im Scheidungsrecht. Er wendet sich gegen die "lebenslängliche Unterhaltsehe" trotz Trennung und Scheidung. Nach einer überschaubaren, individuell geregelten Frist müssen die Unterhaltsverpflichtungen aus einer Ehe enden. Wer geschieden wird, muss eine faire Chance zum Neuanfang haben.
Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) befürchtet, dass die harten einseitigen, unterhaltsrechtlichen Regelungen bei Scheidung einer Ehe jetzt auf die nichtehelichen Lebensgemeinschaften übertragen werden sollen. Dies geschähe dann unter dem politisch-euphemistischen Deckmäntelchen von "rechtlichem Schutz für Menschen in nichtehelichen Lebensgemeinschaften".
Salchow hebt hervor: "Niemand braucht, niemand wünscht weitere rechtliche Regelungen. Alle lebensrelevanten Aspekte lassen sich von den Partnern, wenn sie dies wünschen, per Vertrag eigenständig regeln. - Es darf einfach nicht sein, dass die Politik angemessene Verantwortung für Familien nicht übernimmt, aber gleichzeitig neue Ansprüche schafft, die die Bürger bezahlen müssen."