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Bitteres Los manch eines getrenntlebenden Elternteils: ausgesperrt – einsam – melancholisch

An Weihnachten wird eine grausame Welt ein bisschen menschlicher, lautet die Botschaft aller sentimental melancholischen Weihnachtsfilme. „Menschlicher“ ist reines Wunschdenken für manch Getrenntlebende und Geschiedene. Viele von Ihnen fühlen sich einsam, melancholisch, ja depressiv und insbesondere ausgesperrt von den Kindern. Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) fordert, dass die Kinder über die Feiertage ein Recht auf Umgang mit Mutter und Vater haben. „Jeder Elternteil muss die Möglichkeit haben mit den Kindern angemessen Zeit zu verbringen und sie persönlich zu beschenken“, fordert ISUV-Pressesprecher Josef Linsler.  

„Ich habe Angst vor Weihnachten, da kommen dann die Erinnerungen wie es einmal war, ja noch ein Jahr davor“, gibt Peter W. unumwunden zu. Er hat sich – besser sie hat im Juli von ihm getrennt, die beiden Kinder blieben bei der Mutter. Umgang hat er wenig, an Weihnachten und Neujahr gar nicht. Die Mutter fährt mit den Kindern in Urlaub. Wie er verbringen Menschen, oft sind es Männer, die – vielfach „unfreiwillig“ – von ihrem Partner getrennt wurden, Weihnachten allein. Alleinsein an Weihnachten wird als besonders bitter empfunden, als persönliches Versagen, als „Niederlage“. So resümiert Peter W. auch: „Ich habe in diesem Jahr eigentlich alles verloren.“ Judith G. ist die Ausnahme, wenn sie feststellt: „Natürlich ist es nicht schön, allein an Weihnachten, aber die Alternative zu den Eltern oder Verwandten gibt es für mich nicht, die Freunde haben alle Familie, da fühle ich mich als Fremdkörper. Immerhin weiß ich diesmal, dass es keinen Streit gibt.“ Vermisst wird in der Regel nicht primär der Partner, sondern die Kinder, mit ihnen werden auch die Erinnerungen an glückliche Weihnachten verbunden.

„Wenn beide Elternteile wollen, dann gibt es mehrere praktikable Lösungen. Die Kinder ziehen da immer gerne mit, schließlich werden sie zweimal beschenkt“, hebt Linsler hervor. Viele Scheidungspaare haben die Regelung, dass die Kinder den Heiligabend bei der Mutter und den ersten oder zweiten Feiertag beim Vater verbringen. Manchmal wird auch gewechselt im einen Jahr Heiligabend bei der Mutter, im nächsten Jahr beim Vater. Teilweise wird auch die Regelung praktiziert Weihnachten bei einem Elternteil, Neujahr und Silvester beim anderen.

„Finden die Eltern keine Regelung, so wird ums Umgangsrecht an Weihnachten und zum Jahreswechsel heftig gestritten. Auf Einsamkeit an Weihnachten reagieren Betroffene unterschiedlich, von aggressiv bis depressiv. Statt dem üblichen Sich-Raushalten sollten Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Jugendämter Umgangsverweigerern/Innen ins Gewissen reden“, fordert Linsler.

Es geht auch ohne Gezerre und Gezeter, die Ehe-maligen feiern gemeinsam mit den Kindern und den neuen Partnern. Allerdings ist das noch selten, aber es könnte Leitbild sein im Interesse der Kinder.  

ISUV – Kompetenz im Familienrecht seit über 40 Jahren

Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt.

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ISUV-Vorsitzender RA Klaus Zimmer, Augustinerplatz 2, 79098 Freiburg, 0761/23455, k.zimmer@isuv.de

ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de

11.12.2017 - Kategorie Presseerklärungen

Autor: Josef Linsler

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