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EDEKA Boykott wirkt – ein Vater schreibt und

seit Jahren kaufe ich praktisch ausschließlich bei EDEKA ein, früher meist bei Niemerszein und gelegentlich bei Struve, heute eher umgekehrt, nicht zu vergessen Lars Tamme am Flughafen. Nur sehr selten weiche ich zu REWE aus, gelegentlich auch zu ALDI und LIDL, ab und bei Metro (Frischfisch und -fleisch). Ich würde mal schätzen, 90% meines Bedarfes decke ich bei EDEKA.

Oder besser: habe ich gedeckt. Denn ich kündige.

Herr Struve, Herr Niemerszein und die Angestellten, sehr freundlich und serviceorientiert, besonders hier in meiner Nachbarschaft in der Eppendorfer Landstr. 53, können nichts dazu. Schuld ist Ihre Zentrale.

Wer solche Propaganda macht, verdient nur eines: Verachtung

Ich bin seit 2012 getrennterziehender Vater. Neben Unterhalt nach Düsseldorfer Liste, Stufe 10, habe ich dank großen Glücks per Familiengericht ein gutes Drittel Betreuungszeit durchgesetzt – etwas, das den meisten Vätern nicht vergönnt ist, weil man es im Falle der Trennung mit Menschen und Institutionen zu tun bekommt, die Mütter für die besseren Eltern halten. Auch wenn die Wissenschaft längst nachgewiesen hat, dass Gewalt gegen Kinder hauptsächlich von Müttern ausgeht, dass insbesondere Kinder alleinerziehender Mütter die meisten Fälle der Inobhutnahmen darstellen, dass Kinder, die ohne Vater großwerden, die Mehrzahl der Ritalin-Konsumenten und Jugenddelinquenten darstellen, und dass Väter, übrigens gerade für Töchter (!), kardinale Beiträge für eine positive Entwicklung leisten (vgl. etwa US Amerikanische Psychologien Prof. Dr. Linda Nielsen zu diesem Thema), so ist dieses Land immer noch in einer Ideologie verhaftet, die Müttern pauschal einen Bonus gibt, wenn es darum geht, welcher Elternteil für Kinder „wichtiger“ ist.

Kinder brauchen beide Eltern, und Väter leisten wichtige Beiträge. Zur emotionalen Entwicklung ebenso wie zur körperlichen und charakterlichen.

Wer solche Videos produziert, wie das oben verlinkte, der sollte auch mit Bonusprogrammen im Supermarkt ein EDEKA Mütterverdienstkreuz bewerben, und der braucht auch engagierte Väter nicht als Kunden.

Sie sind natürlich nicht die erste Firma, die hier einen großen PR-Fehler macht. Die Fa. Beiersdorf hatte vor Jahren einen Weihnachtsspot gemacht, in dem Väter nicht vorkamen. Die Verantwortliche für dieses Video, Frau Cora von Meysenbug, wohnhaft in Hamburg Alsterdorf, hatte kurz vorher ihren Ehemann auf übelste Weise rausgeschmissen, und Schlimmeres getan. Und genoss nun ihr Weihnachten ohne Papa. Aber man hat auch bei Nivea gelernt, und im Jahr darauf einen schönen Spot nachgeschoben.

Ich erwarte also nun von Ihnen, dass Sie Väter kurzfristig rehabilitieren und als unersetzlichen Bestandteil jeder Familie – im Zusammenleben und in Trennung – deutlich positionieren. Wir sind weder tolpatschig, noch mangelt es uns an Einfühlsamkeit, noch setzen wir, pauschal, andere Prioritäten als das Wohl und die Entwicklung unserer Kinder. Und gelegentlich sind wir, öfter als man denkt, in diesen Eigenschaften Müttern weit voraus, und Lieblingselternteil.  

Sobald ich ernsthafte Bemühungen bemerke, Ihr Mutter-, vor allem aber Ihr Vaterbild in Ihrer PR Arbeit zu revidieren, bekommen Sie mich als Kunden zurück.

Ich werde eine Kopie dieser E-Mail an alle mir seit Jahren bekannten freundlichen Struve-Mitarbeiter verteilen, wenn ich mich dort im Supermarkt verabschiede.

07.05.2019 - Kategorie Neuigkeiten

Autor: Josef Linsler

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