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Gemeinsame Elternschaft fördert Schulleistungen von Kindern gerade nach Trennung und Scheidung

Laut einer von der Kultusministerkonferenz in Auftrag gegebenen Studie ist das Kompetenzniveau von Grundschülern in Deutsch und Mathematik in den letzten fünf Jahren gesunken. Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) weist darauf hin, dass sich die Trennung der Eltern oft auf Schulleistungen auswirkt, insbesondere im Grundschulalter. Der ISUV-Bundesvorsitzende Rechtsanwalt Ralph Gurk stellt fest: „Trennungen belasten Kinder, je jünger umso mehr. Diese Belastungen gilt es abzubauen, so dass der Kopf fürs Lernen frei ist.“ Dafür nennt der Verband eine Reihe von Maßnahmen.

Nach Erfahrungen des Verbandes haben Kinder auf Grund der Trennung einen „erhöhten Förderungs- und Zuwendungsbedarf. Eltern sollten bei Leistungsabfall gleich ganz gezielt unterstützen.

Wenn es um Lernen und Schule geht, ist gemeinsame Elternschaft nach Trennung wichtig, denn oft sind die Begabungsprofile der Eltern unterschiedlich. Ein Elternteil kann besser in Mathematik, der andere besser in Deutsch unterstützen. „Wird der Umgang verweigert, wird den Kindern vielfach auch Förderung verweigert“, stellt Pressesprecher Josef Linsler fest.

Das Wechselmodell bietet einen guten Rahmen, dass Kinder „beidseitig“ unterstützt und gefördert werden können. So lassen sich Einstellungen in Sachen Bildung auch dauerhaft am besten nivellieren. „Für schulische Leistungen ist sicherlich nicht förderlich, wenn auf der einen Seite ein moralinsäuerlich puritanisches Fernseh- und Handyverbot durchgesetzt und auf der anderen Seite indifferentes Laissez fair beim Medienkonsum praktiziert wird.“ (Linsler)

Wenn es um Schule und Förderung geht, sind die Großeltern besonders im Grundschulalter wichtig. „Sie haben Geduld, Ausdauer und Zeit, den Kopf frei für liebevolle Zuwendung, all das, was die Eltern in der Trennungssituation nur bedingt haben, weil sie mit sich selbst beschäftigt sind.“ (Linsler)

Grundsätzlich sollten Eltern insbesondere nach der Trennung den gleichen Informationsstand in Sachen Entwicklung des Sozialverhaltens und der schulischen Leistungen ihrer Kinder haben, um entsprechend koordiniert reagieren zu können. „Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein. Ist es aber in der Praxis nicht. Vielfach wird von Schule zu Schule willkürlich behandelt und gehandelt. Die Willkür ließe sich schnell mit einem koordinierten kultusministeriellen Schreiben in allen Bundesländern beenden. Die einfache und klare Anweisung müsste lauten: Beide Elternteile haben auch nach Trennung und Scheidung Anspruch auf umfassende Information über Sozialverhalten, Leistungsstand und schulische Veranstaltungen ihrer Kinder.“ (Linsler)

ISUV – Kompetenz im Familienrecht seit über 40 Jahren

Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt.

Kontakt:

ISUV-Bundesgeschäftsstelle, Postfach 210107, 90119 Nürnberg, Tel. 0911/55 04 78, – info@isuv.de

ISUV-Vorsitzender RA Ralph Gurk, Ludwigstr. 23, 97070 Würzburg, 0931/45 25 940, r.gurk@isuv.de

ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de

17.10.2017 - Kategorie Presseerklärungen

Autor: Josef Linsler