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Getrenntlebende, geschiedene, „entsorgte“ Eltern, Patchworkfamilien: Weihnachten jetzt organisieren – Burgfrieden an Weihnachten – Weihnachtsdepression vermeiden

Die Weihnachtszeit und die Feiertage um den Jahreswechsel werden von Menschen mit Eheproblemen, von Geschiedenen, Getrenntlebenden, nichtsorgeberechtigten Elternteilen, Patchworkfamilien und den jeweils betroffenen Kindern als Besuchsmarathon und psychische Belastung erlebt. „Alle Kinder haben ein Recht auf beide Eltern. dies sollte eigentlich gerade an Weihnachten selbstverständlich sein. Alle Eltern haben ein Recht darauf dem Kind persönlich die Geschenke zu überreichen. Alles andere ist grausam für die betroffenen Kinder und für den betroffenen Elternteil. Was auch ist und passiert ist, an Weihnachten sollte Burgfrieden sein, das muss man jetzt planen“, fordert der ISUV-Vorsitzende Rechtsanwalt Ralph Gurk. 

ISUV-Forderung

„Unter entsprechender Rücksichtnahme auf die Kinder sollten die Eltern in der Lage sein, praktikable Umgangsregelungen auszuhandeln und den Kindern Stress zu ersparen. Hier muss es einfach noch mehr gesellschaftlichen Druck geben. Wer den Umgang verhindert muss an den Pranger gestellt werden“, fordert ISUV-Pressesprecher Josef Linsler. Können die Eltern nicht miteinander verhandeln, müssen Familiengerichte entscheiden. Die Standartregelung sieht vor, Kinder bleiben an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag bei dem Elternteil, bei dem sie überwiegend wohnen, am zweiten Feiertag sind sie dann beim anderen Elternteil. „Der Richter hat immer nur Notlösungen, die sich bei näherem Hinsehen als unpraktisch stressig für die Kinder und Eltern erweisen können, wenn beispielsweise Kinder noch klein sind oder die Wohnorte der getrennten Eltern weiter auseinander liegen“, meint Linsler. Der Richter habe nun einmal immer nur die „zweitbeste Lösung“.

Hintergrund

„Wir sehen oft, dass sich Eltern gerade an Weihnachten bekriegen, weil sie wissen, dass es da besonders wehtut. Dabei wird vergessen, dass sie damit auch die Kinder verletzen“, stellt Linsler fest. Um dem anderen den Umgang zu verweigern, werde an Weihnachten verreist. Da werden Geschenke schon auch einmal zurückgeschickt oder abschätzig ausgehändigt. Umgekehrt schenkt ein Elternteil nichts, was besonders die Kinder verletzt, „denn Geschenke sind insbesondere bei problematisch familialen Lagen für Kinder Ausdruck der Wertschätzung“. (Linsler)

Weihnachtsdepression von Erwachsenen

Unbeachtet von der Öffentlichkeit leiden an Weihnachten Mütter und Väter, denen der Umgang verweigert wird oder Eltern, denen das Jugendamt auf fragwürdige Weise die Kinder weggenommen hat. „Manche sitzen allein zu Haus, beklagen ihre Situation, sind einsam, geraten in melancholische, ja manchmal gar depressive Stimmung. Um diese Weihnachtsdepression zu vermeiden, sollte jetzt schon geplant werden, was man an den Feiertagen Sinnvolles macht. In keinem Fall zu Hause sitzen und sich grämen, rausgehen, sich mit anderen treffen, in einer Kneipe, in Discos oder bei Veranstaltungen der Kirchen“, rät Linsler.

Das Jugendamt ist gefordert

Über 40 000 Inobhutnahmen gibt es jährlich in der Bundesrepublik, viele davon sind fragwürdig. Viele dieser  Eltern sitzen an den Feiertagen resigniert und apathisch zu Hause mit einigen Kuscheltieren, dem Einzigen, was ihnen von den Kindern noch geblieben ist. “Hier ist das Jugendamt gefordert für die leiblichen Eltern eine großzügige Umgangsregelung zu vermitteln, an die sich Pflegeeltern und entsprechende Einrichtungen halten müssen“, fordert Linsler.

 

ISUV – Kompetenz im Familienrecht seit über 40 Jahren

Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt.

 

Kontakt:

ISUV-Bundesgeschäftsstelle, Postfach 210107, 90119 Nürnberg, Tel. 0911/55 04 78, – info@isuv.de

ISUV-Vorsitzender RA Ralph Gurk, Ludwigstr. 23, 97070 Würzburg, 0931/45 25 940, r.gurk@isuv.de

ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de

03.12.2016 - Kategorie Presseerklärungen

Autor: Josef Linsler

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