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Im Wahlkampf nicht existent – Unterhaltspflichtige „Es ist erniedrigend, wenn man trotz Vollzeitstelle nichts mit den Kindern unternehmen kann, was Geld kostet.“

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) kritisiert, dass die schwierige Situation von Millionen unterhaltspflichtiger, Mütter und Väter nicht einmal thematisiert wird. „Alleinerziehenden, die vielfach gar keine sind, werden weitere Subventionen in Aussicht gestellt. Linksparteien, GRÜNEN, manchen Sozialverbänden kann der Familiennachzug gar nicht schnell genug gehen, womit viele Milliarden Sozialleistungen verbunden sind, die größtenteils niemals wieder zurückfließen werden, wie Wirtschaftsfachleute feststellen. Unterhaltspflichtige Mütter und Väter – Leistungsträger dieser Gesellschaft – sollen sich mit dem Selbstbehalt, dem Existenzminimum, bescheiden, ja sie werden gar von Ministern beschimpft, wenn sie – trotz Berufstätigkeit – nicht leisten können“, kritisiert ISUV-Pressesprecher Josef Linsler. Das folgende Beispiel skizziert die schwierige Situation von Millionen Unterhaltspflichtiger.

Ein Fallbeispiel – kein Einzelfall

„Ich lebe mit einer Vollzeitstelle, mit dem Versorgen der Kinder mit weniger als 100 Euro monatlich. Ich versuche mit der Heizung zu sparen, nur wenn die Kinder da sind, stelle ich sie auf Normaltemperatur. In den Kühlschrank kommt nur das nötigste. Es ist sehr erniedrigend, wenn man trotz Vollzeitjob nichts, aber auch gar nichts mit den Kindern unternehmen kann, das irgendwie Geld kostet! Ich zahle im Übrigen rund 400 Euro Lohnsteuer. Ich könnte theoretisch eine Lohnerhöhung von 600 Euro bekommen, oder aber nur noch halbtags arbeiten. Netto wäre es gleich, das Ziel lautet 1080 Euro, der Selbstbehalt. Das Auto werde ich wieder verkaufen, denn mit knapp 100 Euro zu leben klappt nicht.“ Genauere Angaben zum Fall finden Sie hier: Fall R

ISUV-Forderungen

ISUV fordert mehr Respekt und Empathie gegenüber Unterhaltspflichtigen. „Das sind Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und es nicht dem Wohlfahrtstaat überlassen, wie der Beispielfall zeigt.“ (Linsler)

ISUV fordert die Erhöhung des Selbstbehaltes um 200 EURO. Der Beispielfall zeigt, wie schmal der Grat zwischen wohlfahrtsstaatlicher Versorgung und Arbeitseinkommen ist.

ISUV fordert, dass Unterhalt nicht besteuert wird. „Am Beispielfall wird sehr anschaulich, wie man Unterhaltspflichtige sehr effizient entlasten kann, wenn nämlich der Unterhalt nicht besteuert wird. Mit Steuern belegt werden sollte bekanntlich nur Einkommen, das dem Steuerpflichtigen tatsächlich zur Verfügung steht.“ (Linsler)

ISUV warnt davor die Zumutungen von Unterhaltspflichtigen zu verdrängen, zu verharmlosen oder Unterhaltspflichtige gar einfach rechtspositivistisch und mit einer rituellen Portion Mitleid abzuspeisen. „Die Unzufriedenheit ist riesig, es brodelt. Immer wird verglichen, für was und für wen Geld zur Verfügung steht. Unterhaltspflichtige sehen sich grob ungerecht behandelt. Ihre Leistungen sehen die meisten nicht familienpolitisch und steuerlich adäquat berücksichtigt“, stellt ISUV-Pressesprecher Josef Linsler fest.

ISUV – Kompetenz im Familienrecht seit über 40 Jahren

Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt.

Kontakt:

ISUV-Bundesgeschäftsstelle, Postfach 210107, 90119 Nürnberg, Tel. 0911/55 04 78, – info@isuv.de

ISUV-Vorsitzender RA Ralph Gurk, Ludwigstr. 23, 97070 Würzburg, 0931/45 25 940, r.gurk@isuv.de

ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de

18.09.2017 - Kategorie Presseerklärungen

Autor: Josef Linsler