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ISUV fordert von der künftigen Regierung: Kinderbonus für alle Kinder und ihre Eltern

Die drei Parteien CDU/CSU und SPD sind sich darin einig, dass „alle Familien finanziell entlastet“ werden sollen. Bisher werden verheiratete Paare, unabhängig ob sie Kinder haben oder nicht, steuerlich privilegiert. Benachteiligt werden nichtverheiratete Paare und Geschiedene mit Kindern. Der Vorsitzende des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht (ISUV), Rechtsanwalt Klaus Zimmer, fordert: „Maßstab der Besteuerung muss das Erziehen von Kindern sein. Darüber wird schon seit vielen Jahren geredet und im Wahlkampf entsprechende Angleichung des Steuerrechts versprochen. Jetzt ist Zeit zu handeln. Wir schlagen einen Kinderbonus für beide Elternteile und für jedes Kind vor, unabhängig ob die Eltern verheiratet, nicht verheiratet oder geschieden sind.“

Dem Verband geht es grundsätzlich um mehr Gerechtigkeit im Steuerrecht für Menschen mit Kindern. Statt Kinderbonus kann man sich auch eine eigene Steuerklasse für Getrenntlebende und Geschiedene vorstellen. „Es ist sachlich falsch und ungerecht Eltern nach der Trennung wie Ledige ohne Kinder zu besteuern. Das ist von Politikern auch schon anerkannt worden. Den Worten müssen jetzt Taten folgen“, fordert ISUV-Pressesprecher Josef Linsler.

Der ISUV favorisiert statt eigener Steuerklasse den Kinderbonus. „Er hätte im Vergleich zu einer Steuerklasse den Vorteil, dass er flexibel gehandhabt werden kann und weniger bürokratischen Aufwand erfordert“, stellt ISUV-Vorsitzender Klaus Zimmer fest. So kann beispielsweise nach der Trennung der Bonus jedes Elternteils nahtlos weiterbestehen.

Der Kinderbonus kann zwischen den Eltern je nach Betreuungsanteil geteilt werden.

„Auf diese Weise kann man auch der Tatsache Rechnung tragen, dass immer mehr Eltern auch nach der Scheidung die Erziehung teilen. Beteiligt sich ein Elternteil nicht an der Erziehung, dann verbleibt dem wirklich Alleinerziehenden der gesamte Kinderbonus“, ergänzt Pressesprecher Linsler.

Von verschiedenen Politikern wurde ein Kinderbonus von 150 EURO je Kind und Elternteil vorgeschlagen. „Über die Höhe und möglicherweise eine Staffelung des Kinderbonus muss man noch sprechen. Wichtig ist die Umsetzung jetzt durch die neue Regierung“, fordert Zimmer.

 

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Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt.

Kontakt:

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ISUV-Vorsitzender RA Klaus Zimmer, Augustinerplatz 2, 79098 Freiburg, 0761/23455, k.zimmer@isuv.de

ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de

02.02.2018 - Kategorie Presseerklärungen

Autor: Josef Linsler