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Nach dem BGH-Urteil zum Wechselmodell – Was tun? – Informationsveranstaltungen des ISUV – Hamburg macht den Anfang

 Der ISUV führt eine Reihe von Informationsveranstaltungen zum Thema Wechselmodell durch. Den Anfang macht die ISUV-Bezirksstelle Hamburg am 20. März, 17.30 Uhr, im „betahaus“ (Sternschanze), Eifflerstraße 43. Als Referent konnte der auf Kindschaftsrecht spezialisierte Hamburger Rechtsanwalt Matthias Bergmann gewonnen werden. 

Um was geht es bei der Veranstaltung: Fragestellungen und Antworten: 

Was hat sich auf Grund das Urteils an der Situation von getrenntlebenden und getrennterziehenden Eltern verändert? Welche Grundsätze des Kindschaftsrechts hebt der BGH hervor, was müssen Familiengerichte künftig beachten? Das Neinsagen eines Elternteils zum Wechselmodell genügt jetzt nicht mehr – oder vielleicht doch, unter welchen Umständen und Voraussetzungen? Empfiehlt es sich jetzt das Wechselmodell jetzt vor Gericht einzuklagen, wie sind jetzt die Erfolgsaussichten? Wie muss es jetzt weitergehen, was sind die nächsten Schritte?

Hintergrund:

Der ISUV begrüßt das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Anordnung eines Wechselmodells auch gegen den Willen eines Elternteils (Beschluss vom 1. Februar 2017 – XII ZB 601/15). Das oberste deutsche Gericht stellt klar: „Das Wechselmodell ist danach anzuordnen, wenn die geteilte Betreuung durch beide Eltern im Vergleich mit anderen Betreuungsmodellen dem Kindeswohl im konkreten Fall am besten entspricht. Nach Auffassung des BGH ist auch nach heutiger Gesetzeslage die Anordnung eines Wechselmodells möglich. Der Bundesgerichtshof hat damit zwar die Anordnung eines Wechselmodells unter heutiger Gesetzeslage legitimiert. Gleichzeitig ist dieses Urteil hoffentlich ein Impuls an den Gesetzgeber die notwendigen steuerrechtlichen, sozialrechtlichen und unterhaltsrechtlichen Voraussetzungen für die Anordnung eines Wechselmodells durch die Familiengerichte zu schaffen.

Mehr zum Urteil hier 

Kontakt in Hamburg: 

ISUV e. V. Hamburg Johannes Zink, hamburg@isuv.deTel. 040 / 30 98 03 30  www.isuv.de

 

12.03.2017 - Kategorie Neuigkeiten

Autor: Josef Linsler