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Oft nachgefragt: Gemeinsames Sorgerecht begründet Auskunftsanspruch über Sparvermögen der Kinder

Sie kennen die Situation, jahrelang wurde Geld auf das Konto des gemeinsamen Kindes eingezahlt. Da läuft oft ein ganz erheblicher Betrag auf. Da kann auch nach der Trennung der Eltern der eine Ehegatte vom anderen Informationen über den Verbleib der Ersparnisse des Kindes verlangen – aber nur wenn es ein gemeinsames Sorgerecht gibt. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg hervor (Beschluss vom 29.01.2018, Az. 4 WF 11/18).

Im konkreten Fall lebte der neunjährige Sohn nach der Trennung der Eltern bei der Mutter. Der Vater verlangte Auskunft über den Verbleib des Sparvermögens des Jungen von über 15.000 Euro. Als sich die Ehefrau weigerte, wollte der Ehemann die Auskunft gerichtlich einfordern.

Nach Auffassung des Gerichts hat der Vater Anspruch auf Auskunft. Durch das gemeinsame Sorgerecht sei bei allen Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung ein gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Darunter falle auch die Vermögenssorge. Erst daraufhin teilte die Mutter mit, dass sie das Geld auf ein neues Sparkonto eingezahlt hatte.

In diesem Fall ging es gut aus. Gar nicht so selten verbraucht aber ein Elternteil das Ersparte des Kindes. Was aber tun, wenn 3000 EURO auf dem Sparbuch einfach verkonsumiert wurden? 

TIPP: Auf Sparkonten für Kinder haben nur beide Eltern gemeinsam Zugriff, nur so lässt sich einseitiges Plündern verhindern.

Quelle: DAWR

26.02.2019 - Kategorie Neuigkeiten

Autor: Josef Linsler

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