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Oft nachgefragt von Mitgliedern und solchen, die es werden wollen:  „Was kostet eine Erstberatung bei einem Anwalt?“

 

Oft sieht manch ein Betroffener das erste Beratungsgespräch bei einem Anwalt als einen Plausch über dies und das. Viele sind sehr erstaunt, wenn dann eine Rechnung kommt. Das kann der Rechtsanwalt grundsätzlich für eine Erstberatung machen. Die Höhe erstaunt so manchen, denn da wird oft angeführt, man habe „nichts verstanden“ oder „alles schon gewusst“

Was ein Rechtsanwalt als Vergütung für eine Erstberatung verlangen darf, ist in § 34 des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) festgelegt. Danach richtet sich die Höhe der Vergütung zunächst einmal an eine entsprechende Vereinbarung zwischen Mandant und Rechtsanwalt. Wurde keine Vereinbarung geschlossen, hat der Anwalt nach § 612 Abs. 2 BGB ein Anspruch auf eine pauschale Vergütung, deren Höhe in § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG für die Erstberatung auf 190,00 Euro. Dies gilt jedoch nur für Privatleute, nicht jedoch Unternehmer und Freiberufler, bei letzteren ist die Beschränkung aufgehoben. An diese rechtlichen Vorschriften ist der Anwalt gebunden.

Erhält der Anwalt den Auftrag der Mandatsführung, dann wird die Pauschale für die Erstberatung auf die weitere Tätigkeit angerechnet. Dies gilt  nicht, wenn eine Vereinbarung geschlossen wurde. JL

18.10.2017 - Kategorie Neuigkeiten

Autor: Josef Linsler