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Umgangsrecht nach Inobhutnahmen: Grausam gegenüber den natürlichen Eltern – keine Stunde mehr Umgang an Weihnachten

Die Weihnachtszeit ist gerade für „entsorgte“ Eltern eine sehr schmerzliche Zeit. Viele von ihnen dürfen ihre Kinder an den Feiertagen nicht sehen. „Alle Eltern haben ein Recht gerade an Weihnachten ihre Kinder zu sehen.  Alles andere ist grausam gerade gegenüber den natürlichen Eltern. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass das Jugendamt den Umgang organisiert, wenn die Eltern sich darum bemühen und auf steten Umgang drängen“, fordert der ISUV-Vorsitzende Rechtsanwalt Ralph Gurk.  

Hintergrund

Umgangsverweigerung für entsorgte Eltern an Weihnachten das betrifft viele Eltern. Jedes Jahr werden über 40 000 Kinder vom Jugendamt in Obhut genommen, die Tendenz ist steigend. Oft sind die Umstände der Inobhutnahme sehr fragwürdig.

So bat das Ehepaar R. das Jugendamt um Hilfe, als es der Mutter psychisch schlechtging. Schließlich stimmten die Eltern zu, dass die beiden Kinder in eine Pflegefamilie kamen. Den Eltern wurde vom Jugendamt versprochen, dass ihnen die Kinder wieder anvertraut werden, sobald die Mutter geheilt aus der Klinik entlassen wird. Das Versprechen wurde nicht eingehalten, obwohl sich die Eltern und Großeltern nachhaltig um Umgang bemühen. Als sich die Eltern dieses Jahr wegen Umgang an Weihnachten an das Jugendamt in C. wandten, wurde ihnen von der zuständigen Sozialarbeiterin W. eine Stunde mehr begleiteter Umgang am 23. Dezember angeboten. Auf die Bitte, ob der Umgang nicht zumindest an einem Feiertag stattfinden könne, antwortete W. rigoros: „Da feiern die Pflegeeltern mit den Kindern.“

„Solche Aussagen ziehen nicht nur meine Frau, sondern auch mich immer wieder runter. Wir fühlen uns rechtlos und ausgesperrt gegenüber den eigenen Kindern, Frau W. behandelt uns wie Störenfriede“, stellt Herr R. fest. Die Familie R. ist kein Einzelfall. Viele entsorgte Eltern sitzen an den Feiertagen resigniert und apathisch zu Hause mit einigen Kuscheltieren, dem Einzigen, was ihnen von den Kindern noch geblieben ist. „Hier ist das Jugendamt gefordert, auch die Pflegeeltern und entsprechende Einrichtungen in die Pflicht zu nehmen“, fordert ISUV-Pressesprecher Josef Linsler.

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Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt.  

Kontakt:

ISUV-Bundesgeschäftsstelle, Postfach 210107, 90119 Nürnberg, Tel. 0911/55 04 78, – info@isuv.de

ISUV-Vorsitzender RA Ralph Gurk, Ludwigstr. 23, 97070 Würzburg, 0931/45 25 940, r.gurk@isuv.de

ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de

13.12.2016 - Kategorie Presseerklärungen

Autor: Josef Linsler